Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen

Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen |  Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland e.V. |   www.kulturstiftung-bund.de/tanzland 

 

TANZLAND, der Fonds für Gastspielkooperationen, fördert zeitgenössischen Tanz außerhalb der Großstädte und unterstützt Gastspiele von Tanzensembles, die auf den Bühnen der Bespieltheater der INTHEGA stattfinden. 13 Kooperationen wurden nun von der Jury ausgewählt, die Neuland betreten: sie wirken für bis zu drei Jahre in kleinen und mittleren Städten, in denen Tanz bisher selten oder gar nicht stattfand. Jede Kooperation umfasst mehrere Gastspiele sowie umfangreiche Aktionen mit lokalen Partnern zur Tanzvermittlung und Publikumsarbeit. In der ersten Förderrunde wurden insgesamt 1.030.000 Euro vergeben. 

In einer zweiten Antragsrunde können TANZLAND-Partnerschaften sich bis November 2017 für eine Förderung bewerben. Weitere Informationen folgen demnächst unter www.tanzland.org.

Vermittelt durch TANZLAND, das Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes in Projektträgerschaft durch den Dachverband Tanz Deutschland, entwickelt sich nicht nur eine langfristige Kooperation zwischen einzelnen Bühnen und Ensembles, sondern auch zwischen der Bundesdeutschen Ballett und Tanztheaterdirektoren Konferenz BBTK und der INTHEGA. In der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen sind 375 Bühnen in kleineren Städten und Gemeinden organisiert, die sich langfristig als wichtige Partner für eine kontinuierliche und nachhaltige künstlerische Arbeit der Tanzensembles anbieten. Der Fonds TANZLAND fördert die Kooperationen mit jeweils Mitteln von bis zu 120.000 Euro, die für Gastspiele und insbesondere Projekte zur Tanzvermittlung eingesetzt werden können, um das lokale Publikum einzuladen, zeitgenössischen Tanz neugierig und kritisch zu begleiten. 

Die Jury – bestehend aus Dr. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin des Staatsballetts Berlin, Tarek Assam, Ballettdirektor des Tanzcompagnie Gießen und Werner Müller, Intendant des Inthega-Theaters Fürth – hat in dieser ersten Antragsrunde 13 Kooperationen ausgewählt, die sehr unterschiedliche Akzente setzen. Die künstlerische Bandbreite der Ensembles umfasst das gesamte Feld des zeitgenössischen Tanzes: Ballettkompagnien gehören ebenso dazu wie Produktionen für Kinder, Tanztheater oder performative Formen. Sieben Ensembles sind fest verankert an einem Stadt-und Staatstheater, sechs von ihnen arbeiten als freie Kompagnien. 

Gefördert werden die Gastspielkooperationen der Stadt Arnsberg mit dem MichaelDouglas Kollektiv, Aschaffenburg mit dem Ballett des Musiktheater im Revier, Bremerhaven mit der Compagnie Toula Limnaios, Düren mit der Compagnie IreneK., Eschborn mit Célestine Hennermann & Team, Theater Gütersloh mit dem Ballett Dortmund, Theater Hameln mit dem Tanztheater Braunschweig, das Kulturhaus Lüdenscheid mit Billinger&Schulz, Neuburg a.d. Donau mit dem Nordharzer Städtebund Theater, Villingen-Schwenningen mit dem Bayerischen Juniorballett, Vöhringen mit dem Sorbischen National Ensemble Bautzen, Waldkraiburg mit dem Ballett Pforzheim und das Theater Wolfsburg mit der janpusch.company. 

 

Kontakt: Sabine Reich | Programmleitung TANZLAND

Dachverband Tanz Deutschland,  Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

 info(at)tanzland.org |  www.tanzland.org

Das neue Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund startet im Juni 2017

Am 14. Juni 2017 wurde das neue Exzellenz-Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin erstmals öffentlich vorgestellt.

Die gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien richtet sich an etablierte Künstler*innen, Ensembles und Produktionsstrukturen mit internationaler Ausstrahlung. Ziel ist die Förderung substantieller Projekte, die zur künstlerischen wie strukturellen Weiterentwicklung des Tanzes in Deutschland beitragen.

Die Antragsfrist für die erste Förderrunde ist der 15. November 2017. Ab sofort finden Sie die erforderlichen Formulare und alle weiteren Informationen zum Förderprogramm sowie zur Beratung und Antragstellung auf der Projektwebsite  www.tanzpakt.de.

 

TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen Tanz fördernden Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das Programm ist ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit und Teil einer langfristig aufzubauenden Tanzförderung Stadt-Land-Bund. Seit 2012 wird dieser Prozess kontinuierlich von einer Initiativgruppe begleitet, die ausgehend von den Treffen und der Kommunikation mit der Tanzszene die konzeptionellen Rahmenbedingungen entwickelte. Sie bildete sich aus dem Dachverband Tanz Deutschland, der DIEHL+RITTER gUG, K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg, Tanzbüro Berlin und TanzSzene Baden-Württemberg. 

Das Programm basiert auf einem Beschluss des Deutschen Bundestags. Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zum Bundeshaushalt 2017 wurden vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags Mittel i.H.v. 5,625 Mio. € für die Realisierung von TANZPAKT Stadt-Land-Bund freigegeben. 

Geplant ist eine mehrjährige Förderung von Projekten, die sich aus einer Finanzierung durch den Bund und einer Ko-Finanzierung in mindestens gleicher Höhe durch Kommunen, Länder und ggf. weiterer Förderer im Matchfunding zusammensetzt. Das Förderprogramm umfasst somit ein Gesamtvolumen von ca. 10,5 Mio. €.

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit von TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist der stetige Dialog mit Kommunen und Bundesländern, um sie zu einem nachhaltigen und zukunftsweisenden Engagement für den Tanz zu bewegen. Um Projekte zu entwickeln, die überregional und modellhaft ausstrahlen, bedarf es eines besonderen Engagements in den Städten und Ländern sowie der Kooperation der Förderer – hierfür setzt nun die BKM mit dem neuen Förderprogramm ein wichtiges Signal.

Der  Dachverband Tanz Deutschland und die  DIEHL+RITTER gUG werden das Förderprogramm in kooperativer Trägerschaft durchführen. Die DIEHL+RITTER gUG ist verantwortlich für die Konzeption, Ausformung und Durchführung des neu eingerichteten Förderfonds.

Der Dachverband Tanz Deutschland ist verantwortlich für den gesamten kulturpolitischen Prozess, um auch auf kommunaler und Länderebene Projekte zu verstetigen und den Tanz zu stärken. 

 

 

Wir laden zur Teilnahme an den regionalen Info-Veranstaltungen ein:

13.07. Mannheim – 11:30 bis 16:00 Uhr Kreativwirtschaftszentrum c-hub, Hafenstrasse 25, 

68159 Mannheim

Anmeldung unter: info.tanzpakt@dachverband-tanz.de

 

Weitere Termine werden nach der Sommerpause veröffentlicht.

 

 

 

Kontakte

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Alexa Junge, Dachverband Tanz Deutschland 

Mariannenplatz 2, D-10997 Berlin 

Tel. 030 / 37 44 33 92

 presse(at)dachverband-tanz.de

 

Kulturpolitische Beratung, Information etc. beim Dachverband Tanz Deutschland

Bea Kiesslinger, Projektleitung kulturpolitischer Dialog

Tel. 0179 / 699 05 82 // 030 / 37 44 33 92

 b.kiesslinger(at)dachverband-tanz.de

 

Antragsberatung und allgemeine Fragen zum Förderfonds bei der DIEHL+RITTER gUG

Riccarda Herre und Isabel Niederhagen, Projektleitung Förderfonds

Tel. 030 / 81 82 82 33

 tanzpakt(at)diehl-ritter.de

DIEHL+RITTER gUG, Crellestraße 29-30, 10827 Berlin

 

TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz

 

Presseinformation zum Download  PDF deutsch Version /  PDF english Version

Botschaft zum Welttanztag 2017

Botschaft zum Welttanztag 2017
Von Trisha Brown

 

Ich bin Tänzerin geworden, weil ich unbedingt fliegen wollte. Die Überwindung der Schwerkraft hat mich schon immer beschäftigt und bewegt. Meine Tänze enthalten keinen verborgenen Sinn. Es sind spirituelle Übungen in physischer Form.

Der Tanz kommuniziert und erweitert die universelle Sprache der Kommunikation, indem er Freude und Schönheit gebiert und das menschliche Wissen vertieft.  Im Tanz geht es um Kreativität…immer wieder… im Denken, im Schaffen, im Tun und im Vorführen. Unsere Körper sind ein Ausdrucksmittel, nicht ein Repräsentationsmedium. Dieser Gedanke setzt unsere Kreativität frei, und darin liegen die wesentliche Lektion und das große Geschenk des Kunstschaffens. 

Das Leben einer Künstlerin oder eines Künstlers endet nicht mit dem Alter, wie manche Kritiker glauben. Der Tanz besteht aus Menschen, aus Menschen und Ideen. Als Publikum können Sie den kreativen Impuls mit nach Hause nehmen und auf Ihren Alltag übertragen.

 

*Diese Botschaft richtet sich an Tanzschaffende und Tanzbegeisterte in aller Welt. Sie wird darüber hinaus als Hommage an Trisha Brown veröffentlicht, die am 18. März 2017 verstorben ist.

Diese Botschaft wurde von Browns enger Mitarbeiterin Susan Rosenberg aus den Schriften und Statements der Künstlerin zusammengestellt. Sie vermittelt die Vision ihrer Arbeit und die Werte, die sich darin spiegeln. 

 

Der Welttanztag

Das Internationale Theaterinstitut freut sich ankündigen zu können, dass nach Lemi PONIFASIO (Samoa und Neuseeland), Israel GALVAN (Spanien), Mourad MERZOUKI (Frankreich), LIN Hwai-min (Taipeh, China) and Sidi Larbi CHERKAOUI (Belgien), in diesem Jahr Trisha BROWN (USA), Tänzerin, Choreografin und künstlerische Leiterin der Trisha Brown Company, die Verfasserin der Botschaft zum Welttanztag ist.

Seit seiner Einführung im Jahr 1982 bietet der Welttanztag, der am 29. April, dem Geburtstag des Erfinders des modernen Balletts Jean-Georges Noverre gefeiert wird, alljährlich die Gelegenheit, den Tanz und seine Universalität, die alle politischen, kulturellen und ethnischen Grenzen überwindet, zu würdigen.

Das Internationale Theaterinstitut bittet zu diesem weltweit begangenen Anlass jedes Jahr eine herausragende Persönlichkeit des Tanzes darum, eine Botschaft zu verfassen. Diese Botschaft wird in mehr als 20 Sprachen übersetzt und über das Netzwerk des ITI (mit seinen über 100 Mitgliedern) sowie über Tanzinstitutionen auf der ganzen Welt verbreitet.

Darüber hinaus fördert das ITI unterschiedliche Aktivitäten zur Feier des Welttanztag im In- und Ausland. Alle aus diesem Anlass  stattfindenden Preisverleihungen, Benefiz-Vorstellungen zugunsten von Organisationen, Einzelpersonen oder bestimmten Themen und Anliegen, die im Zusammenhang mit der Tanzkunst stehen, sowie Konferenzen, Begegnungen mit Tänzern und andere Aktivitäten sind auf einer Weltkarte verzeichnet, die auf der Website des Internationalen Tanztags ( www.international-dance-day.org) zu finden ist. Das ITI begeht den Welttanztag 2017 mit einem Gipfeltreffen in Shanghai vom 27. – 29. April.

 PDF Botschaft zum Welttanztag 2017

INTERNATIONALISIERUNGSINITIATIVE TANZ

Dem Dachverband Tanz war es gemeinsam mit dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ 2013 gelungen, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags dem damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien neue Mittel für die gezielte Förderung von Tanzprojekten aus Deutschland und deren internationale Ausstrahlung bereitstellt. Die Freigabe der Mittel verdankt sich dem besonderen Engagement von Rüdiger Kruse MdB (CDU), Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags.

Damit ist es möglich, die mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes bereits erprobte  NPN-Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln des BKM fortzuführen. Ziel der NPN-Koproduktionsförderung Tanz ist es, die Mobilität, den Austausch und die Kooperation zwischen Künstlern, Veranstaltern und Produzenten sowohl überregional als auch international zu unterstützen und die Entstehung neuer Tanzproduktionen zu fördern, die möglichst über solistische oder kleinteilige Formate hinausgehen.

Zur internationalen Promotion und nachhaltigen Vernetzung von zeitgenössischem Tanz aus Deutschland startete 2013 ein neues Fördermodell – die  NPN-Gastspielförderung Tanz International nach dem Vorbild der inländischen NPN-Gastspielförderung. Sie richtet sich an Multiplikatoren sowie Veranstalter im Ausland und fördert diese, wenn sie in Deutschland entstandene Produktionen einladen und bestimmte Mindestgagen anbieten, die an den in Deutschland üblichen Sätzen orientiert sind.

Die Administration beider Fördermodelle liegt bei  JOINT ADVENTURES. Sämtliche Förderanträge sind hier einzureichen und werden hier geprüft. Eine Fachjury entscheidet über die Förderungen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) ermöglicht ein innovatives Fördermodell, das für den Tanz aus Deutschland mehr Kontinuität in der künstlerischen Arbeit und größere internationale Ausstrahlung sichert.

 

Evaluierung der Gastspiel- und Koproduktionsförderung

Die Zuwendungsempfänger werden gebeten, dem Dachverband Tanz Deutschland die Daten zu den Gastspielen und den Koproduktionen mitzuteilen. Die jeweiligen Evaluierungsbögen finden Sie unten stehend zum Download.

Auf diese Weise dokumentieren wir die Effizienz und den Erfolg des NPN gegenüber Bund und Ländern.

Bitte schicken Sie das ausgefüllte Formular an folgende Adresse:

Dachverband Tanz Deutschland, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

oder per Mail an:  mobility(at)dachverband-tanz.de


 PDF Evaluierung Gastspielförderung Tanz International /  PDF Evaluation International Guest Performance
 PDF Evaluierung Koproduktionsförderung Tanz /  PDF Evaluation Co-Production

 

 

International Meeting of Independent Dance Producers

On 02 / 03 June 2017 the Dachverband Tanz Deutschland (DTD) invited – in cooperation with the Bakelit Multi Art Center – to an International Meeting of Independent Dance Producers in Budapest.

About 40 participants from ten different European countries joined the meeting – an inspiring two-day gathering with keynote-lectures and discussions, working groups and info sessions, a walk through town and a glimpse into the local performing art scene, joint dinners and time for informal talks and exchanges. We shared experiences, know-how and working tools, handed out business cards and made new contacts.

Please find the concise report as well as the programme here:

 PDF Pdf report

 PDF Pdf programme

The DTD has been gathering independent dance and other cultural producers from all over Germany in the context of the so-called InfoPlus-meetings since 2012. Recently the DTD began to approach producers from other countries as well with the aim to promote the international exchange of producers.

In light of the positive feedback, we’ve received by the participants, we strive to make further international encounters possible and keep you posted about any respective news. 

Exportförderung für den Tanz

Ausschreibung vom 09. August 2017: Dance Umbrella London

Bewerbungszeitraum: 28. August und bis zum 25. September 2017

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert seit September 2016 das Pilotprojekt „Exportförderung im Markt für die Darstellenden Künste: Fokus Tanz“, für das der Dachverband Tanz Deutschland (DTD) die Trägerschaft übernommen hat. Ziel des Programms ist die Stärkung der Sichtbarkeit des deutschen Tanzes speziell durch die Unterstützung der Netzwerktätigkeiten der Ensembles. Im Vordergrund stehen die Schaffung neuer Kontakte zwischen Tanzensembles und Veranstalter*innen, Kurator*innen und potenziellen Koproduzent*innen. Dies ist verbunden mit Vermittlung eines professionellen Know-hows der Kulturproduzent*innen und künstlerischen Leiter*innen für die Netzwerktätigkeit auf Tanzplattformen und Tanzmessen.

Im Rahmen des Programms bezuschusst der DTD Reisekosten für den Besuch von Kulturproduzent*innen oder anderen Repräsentant*innen von deutschen Tanzkompanien bei nationalen und internationalen Tanzmessen und Tanzplattformen. 

Im letzten Jahr konnte der DTD den Besuch von CINARS in Montreal und ICE HOT Nordic Dance Platform in Kopenhagen sowie in 2017 den Besuch von APAP in NYC, den Zeitgenössischen Schweizer Tanztagen in Genf und des Aerowaves Spring Forward Festivals in Aarhus fördern. 

Hiermit folgt nun die sechste Ausschreibung: Der DTD kann den Besuch des Festivals  Dance Umbrella London (11. – 28. Oktober 2017) fördern. Es werden bis zu 70 % der Kosten bis zu einer Höhe von maximal 800,- Euro pro Ensemble gefördert. 

Zu den förderfähigen Kosten zählen Fahrt- und Unterkunftskosten sowie Tagegelder. Ziel ist die Förderung der Reisen von Kulturproduzent*innen, künstlerischen Leiter*innen zu Vernetzungszwecken. NICHT gefördert werden Reisekosten für Gastspiele.

Förderfähig sind Tanzkompanien der sog. freien Szene mit Betriebssitz in Deutschland. Voraussetzung ist, dass die Kompanie in den letzten zwei Jahren 1) öffentlich gefördert wurde, 2) mindestens eine Tanzproduktion zur Uraufführung gebracht hat sowie 3) eine internationale Gastspieltätigkeit nachweisen kann. Bewerben können sich Kompanien, die diese 3 Kriterien nachweislich erfüllen und freie Kulturproduzent*innen, die diese Kompanien vertreten. 

Es können bis maximal 3 Kompanien gefördert werden. Je Kompanie können Reisekosten von maximal zwei Kulturproduzent*innen bzw. Repräsentant*innen bezuschusst werden, wobei die Gesamtsumme von 800,- Euro nicht überschritten werden kann. 

Bewerbungen sind ab dem 28. August und bis zum 25. September 2017 möglich.

Vergeben wird nach dem Prinzip „first come first serve“ (ab dem 28. August), unter den Bewerbungen, die die Kriterien erfüllen. Als Eingangszeitpunkt gilt der, zu dem die Bewerbungsunterlagen (s.u.) vollständig eingegangen sind.

Die Nachweise zur Erfüllung der Bewerbungskriterien werden in der Geschäftsstelle des DTD geprüft. Die Nachricht, ob die Förderung erfolgen kann, wird den Bewerber*innen innerhalb von 4 Arbeitstagen übermittelt. 

Der DTD schließt mit den Kompanien bzw. freien Kulturproduzent*innen einen Fördervertrag. Die Förderungen werden veröffentlicht. 

Aus vergaberechtlichen Gründen können nur Belege zur Abrechnung anerkannt werden, die ein Rechnungs- oder Buchungsdatum ab dem 25. September 2016 haben.
 

Beispielrechnung: 

150,- Euro Flug- und Transferkosten

+4 Tage 51,- Euro = 204,- Euro Per Diems

+4 Tage x 150,- Euro = 600,- Euro Übernachtung 

= 954,- Euro

Förderung 70% = 667,80 Euro 

Die Förderung wird nach Einreichung der Originalbelege ausgezahlt. Als Nachweise sind für die Abrechnung einzureichen: Originalbelege (entwertete Bahntickets, Flugtickets mit Boardingpässen und Hotelrechnungen).

Die Bestimmungen des Bundesreisekostengesetzes sind dabei zu beachten. 

Bei der Abwicklung der Förderung (Vertragsversand, Abrechnung etc.) kooperiert der DTD mit der transmissions GbR.

Die geförderten Kompanien und Kulturproduzent*innen verpflichten sich zum Ausfüllen eines Fragebogens zur Evaluierung.

Die Bewerbung soll enthalten: 

  • Angaben zur Kompanie (Name, Adresse, Website)
  • Nachweis der öffentlichen Förderung seit 2014 (Scan eines Teils des Förderbescheids oder Bestätigung durch den Förderer)
  • Nachweis zu einer Tanzproduktion in den letzten 2 Jahren (nach September 2014)
  • Nachweis der internationalen Gastspieltätigkeit in den letzten 2 Jahren (z. B. Scan der Veranstalter- oder Festivalprogrammhefte, Verweis auf Veranstalterwebseiten)
  • Für freie Kulturproduzent*innen: Erklärung der Kompanie, dass die Reise auch im Auftrag der Kompanie erfolgt.
  • Eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten und Berechnung der anteiligen Förderung.

Bewerbungen bitte per Email an folgende Adresse:  info(at)dachverband-tanz.de

Bewerbungszeitraum: 28. August bis 25. September 2017

Dachverband Tanz Deutschland
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Tel. 030 / 37 44 33 92
 info(at)dachverband-tanz.de

Neue Perspektiven für den Deutschen Tanzpreis im Tanzjahr 2016

PRESSEINFORMATION 

Neue Perspektiven für den Deutschen Tanzpreis im Tanzjahr 2016

Internationalität und Vielfalt des gegenwärtigen Tanzschaffens stehen zukünftig im Fokus

Essen / Berlin, 14. Dezember 2016 – Die Stadt Essen und der Dachverband Tanz Deutschland haben vereinbart, den Deutschen Tanzpreis gemeinsam auf eine zukunftsfähige Basis stellen.

Der Deutsche Tanzpreis ist ein herausragendes Ereignis für den Tanz in Deutschland, mit großer Tradition wie auch künstlerisch und kulturpolitisch bedeutender Wirkung. In Zukunft soll der Preis noch stärker die Vielfalt des gegenwärtigen Tanzschaffens repräsentieren und auf neue Weise zu einem national und international ausstrahlenden Ereignis werden. Auch zukünftig wird die Preisverleihung in Essen ausgerichtet, Ort der Preisverleihung soll weiterhin das Aalto-Theater sein. 

Die Trägerschaft wird beim Dachverband Tanz Deutschland (DTD) liegen. Die Stadt Essen und der Dachverband Tanz Deutschland werden in die konzeptionellen Überlegungen sowohl die Theater und die Philharmonie GmbH der Stadt Essen als auch den Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik und die Mitglieder des Fördervereins Tanzkunst Deutschland einbeziehen. Für die Finanzierung des Preises sollen öffentliche Förderer sowie weitere Unterstützer und Sponsoren gewonnen werden. Der Schirmherr Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert bleibt weiterhin dem Deutschen Tanzpreis verbunden.

Durch die Neukonzeption soll sich die bisherige Würdigung herausragender Persönlichkeiten des Balletts und Tanztheaters mit der Öffnung hin zum gesamten gegenwärtigen Tanzschaffen verbinden. 

Im Tanzjahr 2016 ist dieser Impuls eine weitere starke Initiative für die Sichtbarkeit des Tanzes. 

Initiative Tanz

Die Initiative Tanz wurde dem Bund als ein Konzept vorgeschlagen, mit dem sich der Bund für nationale und internationale Koproduktionen, internationale Gastspiele und die Tanzplattform Deutschland engagiert.

Die zusätzlichen Fördermittel des Bundes geben Tanz Made in Germany eine nationale und internationale Präsenz. Geförderte Produktionen aus Deutschland werden dem internationalen Wettbewerb entsprechend aufgestellt und können wesentlich häufiger in Deutschland und im Ausland gezeigt werden.

Internationale Koproduzenten und weitere Sponsoren werden als Partner gewonnen. Damit werden die Fördermittel der Kommunen und Länder wesentlich effizienter eingesetzt. Die Einnahmesituation der beteiligten Künstler wird stabilisiert.

Das Förderprogramm zur nachhaltigen Förderung und Internationalisierung zeitgenössischer Tanzproduktionen aus Deutschland sollte nach einer Laufzeit von vier Jahren evaluiert werden, so dass in 2016 geprüft werden kann, in welcher Weise eine Verstetigung erfolgen soll. 

Dance vs. Circumstances

A panel discussion hosted by Dachverband Tanz Deutschland, Tanznacht Berlin, Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V. und Tanzbüro Berlin

Summary

The panel discussion “Dance vs. Circumstances” was held in the context of the 9th Tanznacht Berlin 2016 on 29 August. Artists, curators and authors spoke in three rounds – each time in a trio composed of two speakers from Berlin and one foreign guest – about the possibilities and ideas for the production of dance today. A conversation on cultural policy rounded off the evening.

In the discussion with the evening’s moderator, journalist Astrid Kaminski, the speakers talked about production conditions in contemporary dance today, about challenges in light of the ever-expanding Berlin dance scene, inflexible funding structures, the shortage of venues and about alternative working methods as a result. Most important was the issue of – and demand for – new production and funding structures: How can one adapt them to transforming working methods, aesthetics and artistic approaches?

It became very clear that the Berlin dance scene has great interest in an exchange and regular discussions within the scene, but especially with policy makers – in order to bring about changes and working conditions that meet the needs of the diverse dance makers.

Archivplattform

Die deutschen Tanzarchive bewahren einen großen Schatz, rund eine Million Dokumente zur Tanzgeschichte, nicht nur Manuskripte, Briefe und Kritiken, sondern auch Fotos, Kostüme, Filme oder Videos.

Dieses kulturelle Erbe gilt es zu bewahren und für kommende Generationen auch über Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen.
Fünf Tanzarchive – Akademie der Künste Berlin, Deutsches Tanzarchiv Köln, Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, Mime Centrum Berlin und Tanzarchiv Leipzig – agieren seit 2007 im Verbund deutscher Tanzarchive (VdT).

Gemeinsam arbeiten sie an einer Präsentation ihrer Sammlungen im Internet, das heißt zunächst vor allem an Lösungen für die enormen rechtlichen, technologischen und sachlichen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.

Die Digitalisierung und online-Präsenz der Materialien soll auf künstlerische und wissen­schaftliche Fragen Antworten geben, aber auch einem breiten Publikum die Vielfalt des Tanzes nahe bringen, wie das in einigen europäischen Nachbarländern bereits geschieht (besonders Frankreich, Belgien und England).


Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.tanzarchive.de

Tanzjahr Deutschland 2016

DANCE NOW – 2016 ist Tanzjahr!

2016 wird ein besonderes Jahr für den Tanz: Unter Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB, findet das Tanzjahr Deutschland 2016 statt.

 „Das Tanzjahr Deutschland ist eine von vielen Partnern im Tanzbereich getragene konzertierte Aktion, für die ich gern die Schirmherrschaft übernommen habe. Für die Kommunikation der vielfältigen kulturellen und integrativen Wirkungen des Tanzes in der Gesellschaft wünsche ich der Initiative viel Erfolg“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Die Website zum Tanzjahr, die alle Veranstaltungen und Aktivitäten für 2016 bündelt, ist jetzt online:  www.tanzjahr2016.de.

Das Tanzjahr Deutschland 2016 ist eine Kampagne der Tanzszene – initiiert durch das Künstlerhaus Mousonturm, welches die Tanzplattform ausrichtet, den Tanzkongress und die internationale tanzmesse nrw sowie den Dachverband Tanz Deutschland.

Erstmals finden die drei großen Tanzereignisse in Deutschland, die ein beträchtliches nationales und internationales Publikum anziehen, innerhalb eines Jahres statt: Die Tanzplattform Deutschland als das bedeutendste Festival des in der Bundesrepublik produzierten zeitgenössischen Tanzes (Frankfurt, 02.-06.03.), der Tanzkongress als einzigartiges internationales Kreativ- und Reflexionsforum der Kulturstiftung des Bundes (Hannover, 16.-19.06.) sowie das größte professionelle Branchentreffen, die internationale tanzmesse nrw, die als Netzwerkveranstaltung und internationales Festival Künstler und Publikum verbindet (Düsseldorf, 31.08-03.09.). 

Die verschiedenen Facetten und Botschaften des Tanzjahres werden darüber hinaus durch eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen sichtbar gemacht. Hochkarätige Expertentreffen wie der Europäische Kongress der Tanzmedizin und das Internationale Treffen der Tanzarchive, Symposien zur Tanzpädagogik und Tanzforschung, das Tanztreffen der Jugend und viele weitere publikumswirksame Veranstaltungen tragen die Kunstform Tanz in alle Bereiche der Gesellschaft. Die deutschen Tanzfestivals, Ballett- und Tanztheatercompagnien verknüpfen ihre Premieren und Produktionen mit der Initiative des Tanzjahres. 

Damit können zum einen der intellektuelle Reichtum und die enorme Vielfalt des Tanzes verdeutlicht, aber auch die Potenziale dieser Kunstform für Bildung, Kreativität, Gesundheit und Integration aufgezeigt werden. 

Machen Sie mit!

Tanzjahr präsentiert das Netzwerk Tanz auf dieser Webseite lebendig in all seinen Facetten. Jede/r Tanzschaffende kann mitmachen und seine Informationen platzieren.

Nutzen Sie die  Online-Werkzeuge, die wir Ihnen zur Verfügung stellen, um Ihre Arbeit im Internet reichhaltig und effizient zu platzieren.

[gemEINSam] Eine Initiative für tanzpädagogische Arbeit mit Geflüchteten in Berlin

Das Pilotprojekt [gemEINsam] – eine Initiative vom Dachverband Tanz Deutschland – ist als Reaktion auf die wachsende Anzahl geflüchteter Menschen, die nun in Berlin in verschiedenen Unterkünften untergekommen sind, entstanden.

Dem Aufruf nach KünstlerInnen und PädagogInnen, die sich mit tanzpädagogischer Arbeit in diesem Bereich engagieren möchten, sind viele Tanzschaffende gefolgt. Es konnte eine Plattform gebildet werden, so dass zwischen den KünstlerInnen, Schulen und Flüchtlingsunterkünften regelmäßige Angebote für geflüchtete Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer koordiniert werden.

Was uns besonders daran gefällt? Das Leben in den Unterkünften ist oft fremdbestimmt, es herrscht Passivität und es gibt wenig Privatsphäre. Der Tanz ist ein ganz hervorragendes Mittel, der Passivität durch Bewegung zu entkommen. Die Sprache stellt in diesem Kontext nur eine geringe Barriere dar. Begegnung und Ausdruck werden im Tanz zusammen gestaltet.

Wir wollen die neu entstandene Plattform nutzen, uns regelmäßig auszutauschen, akute Themen zu diskutieren und neue Ideen anzustoßen.

Eine Übersicht über die 7 entstandenen Projekte bietet der Blog  www.gem-eins-am.blogspot.de.

Die Tanzplattform Deutschland

Die TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND (TPD) versteht sich als Forum zur Präsentation aktueller Entwicklungen und innovativer Strömungen im zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Sie wurde 1994 ins Leben gerufen und war anfangs als Vorauswahl für den renommierten Choreografenwettbewerb "Les Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis" gedacht.

Sie richtet sich an Gäste aus dem In- und Ausland, an Kulturveranstalter, die Fachpresse und ein interessiertes Publikum und präsentiert innerhalb von wenigen Tagen ein breites Spektrum an Tanzproduktionen. Die TPD ist ein Ort des Austauschs und eine lebendige Kontaktbörse für Tanz- und Kulturschaffende.

Als Biennale konzipiert findet sie in wechselnden deutschen Städten statt. Bisherige TPD-Orte waren Berlin (1994), Frankfurt am Main (1996), München (1998), Hamburg (2000), Leipzig (2002), Düsseldorf (2004), Stuttgart (2006), Hannover (2008), Nürnberg (2010), Dresden (2012) und Hamburg (2014), Frankfurt am Main (2016).

PACT ZOLLVEREIN IST AUSRICHTER DER  TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2018.

Ko-Veranstalter > Hebbel am Ufer, Berlin, TanzWerkstatt, Berlin, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main, JOINT ADVENTURES, München, Kampnagel Internationale Kulturfabrik, Hamburg, euro-scene, Leipzig, tanzhaus nrw, Düsseldorf, Theaterhaus, Stuttgart, Tanz/Theater e.V., Hannover, KunstKulturQuartier, Nürnberg, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt a.M..

Das ITI Deutschland und das Goethe-Institut sind Partner der TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND.

 Weitere Informationen

Internationalisierungsinitiative Tanz

Dem Dachverband Tanz war es 2013 gemeinsam mit dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (NPN) gelungen, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags dem damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) neue Mittel für die gezielte Förderung von Tanzprojekten aus Deutschland bereitstellte. 2014 konnte die Internationalisierungsinitiative Tanz mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fortgeführt werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 13.11.2014 nun erneut erhebliche Mittel für die Entwicklung der Ensemblekunst Tanz und ihrer internationalen Ausstrahlung freigegeben. In 2015 kann hierdurch eine verstärkte Förderung des Tanzes aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) erfolgen. Die Freigabe der Mittel verdankt sich insbesondere dem Engagement von Rüdiger Kruse MdB (CDU), Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags. Mit Unterstützung der Mitglieder des Haushaltsauschuss wird erneut die Internationalisierungsinitiative Tanz gestärkt, in 2015 stehen bis zu 950.000 € bereit und werden internationalen Gastspielen, Koproduktionen sowie der Tanzplattform Deutschland 2016 zugutekommen.

Rüdiger Kruse hierzu: "Die Haushälter stärken die Kultur und erreichen zugleich die schwarze Null im Haushaltsansatz. Es freut mich, dass wir die Initiative Tanz weiter unterstützen können, in dem wir für die internationale Ausstrahlung der Kunstform Tanz bedeutende Mittel zur Verfügung stellen. Die Tanzplattform Deutschland hat nun Planungssicherheit und kann 2016 dem internationalen Publikum große Ensembleproduktionen präsentieren."

Michael Freundt, Geschäftsführer des Dachverband Tanz: "Der Bund setzt erneut ein Zeichen für die Ensemblekunst Tanz. Dies hat auch eine Wirkung in den kulturpolitischen Gesprächen mit Ländern und Kommunen, um im Verbund der öffentlichen Förderer und gemeinsam mit dem Bund eine nachhaltige Tanzförderung zu erreichen."

Damit ist es möglich, die mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes bereits erprobte NPN-Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln des BKM fortzuführen. Ziel der NPN-Koproduktionsförderung Tanz ist es, die Mobilität, den Austausch und die Kooperation zwischen Künstlern, Veranstaltern und Produzenten sowohl überregional als auch international zu unterstützen und die Entstehung neuer Tanzproduktionen zu fördern, die möglichst über solistische oder kleinteilige Formate hinausgehen.

Zur internationalen Promotion und nachhaltigen Vernetzung von zeitgenössischem Tanz aus Deutschland startete 2013 ein neues Fördermodell – die NPN-Gastspielförderung Tanz International nach dem Vorbild der inländischen NPN-Gastspielförderung. Sie richtet sich an Multiplikatoren sowie Veranstalter im Ausland und fördert diese, wenn sie in Deutschland entstandene Produktionen einladen und bestimmte Mindestgagen anbieten, die an den in Deutschland üblichen Sätzen orientiert sind. Auch sie kann dank der Bundesmittel in 2015 fortgeführt werden.

Die Administration beider Fördermodelle liegt bei JOINT ADVENTURES. Sämtliche Förderanträge sind dort einzureichen und werden dort geprüft. Eine Fachjury entscheidet über die Förderungen.

Weitere Informationen

INTANGIBLE CULTURAL HERITAGE AND INNOVATION

Symposium

2D and 3D Documentation and Visualisation of Performing Arts, Folklore and Rituals through the example of: DANCE

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Projekten und Netzwerken hat der Dachverband Tanz Deutschland und das Initial Training Network for Digital Cultural Heritage ein dreitägiges Symposium ausgerichtet, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwen­dung im Bereich des immateriellen Kultur­­erbes darstellen und diskutieren wird. Die ver­schie­denen Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus.

Innovative Modelle zur Digitalisierung des Kulturellen Erbes sind in aller Munde. Dabei scheint die Erfassung des immateriellen Kulturerbes – in Ritualen, in der Folklore oder in den Künsten – eine besonders komplexe und gleichzeitig reizvolle Aufgabe zu sein.

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Netzwerken richtet der Dachverband Tanz Deutschland ein dreitägiges Symposium aus, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwendung im Bereich des immateriellen Kulturerbes darstellen und diskutieren wird.Die Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus: Der Erhalt von Tanz – als eine flüchtige Kunst – auch für zukünftige Generationen ist eine anspruchsvolle, aber unverzichtbare Aufgabe.

Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten seiner Digitalisierung und Visualisierung ist dabei beides: Herausforderung und faszinierendes Projekt. Zugleich sollen auf dem Symposium auch andere Formen von raumzeitlicher Bewegung, von Dynamiken und Expressionen angesprochen werden – wie bspw. in Ritualen und Liturgien, der Folklore und anderen performativen Künsten.

Neben den technischen Errungenschaften im Feld der Digitalisierung des immateriellen Kulturerbes, setzt die Veranstaltung auch einen Akzent auf Fragen derAnwendbarkeit dieser Technologien für künstlerische Prozesse, Formen und Sprachen.

Rund 150 Referent*innen und Teilnehmer*innen aus ganz Europa werden auf dem Symposium erwartet – Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen. In Vorträgen, Präsentationen und praxisorientierten Laboratorien werden Fragen der 3D- und 4K-Aufzeichnung und -Visualisierung diskutiert sowie Erfahrungen und Projektideen ausgetauscht.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

  • Akteur*innen aus dem Tanzbereich (Tanzarchive, Tanzfilmemacher*innen, Choreograf*innen, Tänzer*innen…), die an der Dokumentation von Tanz, deren Weiterentwicklung und Optimierung und damit am Erhalt unseres Kulturellen Erbes interessiert sind;
  • Wissenschaftler*innen und Forscher*innen, die neueste technische Errungenschaften teilen und ihre technischen Fertigkeiten bei der Erfassung von bewegungsbasierten Ereignissen herausfordern möchten;
  • Künstler*innen, die daran interessiert sind, neue digitale Technologien in kreativen Prozessen und Performances zu nutzen.

 

Das Symposium wird ausgerichtet von Dachverband Tanz Deutschland und Initial Training Network for Digital Cultural Heritage. Partner sind das Internationale Theaterinstitut - Zentrum Bundesrepublik Deutschland, Mime Centrum Berlin, Institut für Museumsforschung, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, 4D-Ch World, i-Treasures, DARIAH-EU,DARIAH-CY, Digital Heritage Research Laboratory (Cyprus University of Technology) und der Verbund Deutscher Tanzarchive. Gefördert durch: Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

European Video Dance Heritage

Die Konferenz European Video Dance Heritage bildet den Auftakt des gleichnamigen EU-Projektes und richtet die Aufmerksamkeit auf das Kulturelle Erbe im Tanz, auf die Bewahrung und Sicherung in den Tanzarchiven wie auch die Sichtbarkeit dieses Schatzes im 21. Jahrhundert, seiner Präsentation in den TV-Medien und neuen Formaten/Plattformen im Internet.


Mit einer Vielzahl von hoch kompetenten Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Politik, (Neue) Medien, Technologie und Rechtswissenschaft sowie den wichtigsten Tanzarchiven Europas fragt die Konferenz nach dem Erbe und der Zukunft des Tanzes in der digital vernetzten Welt.

Das EU-Projekt European Video Dance Heritage umfasst eine zweijährige Analyse und ein experimentelles Programm, in denen sich die Projektpartner mit der Entwicklung eines audio-visuellen Gedächtnisses des Tanzes befassen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein solches Gedächtnis aufgebaut und das Tanzerbe schließlich jüngeren Generationen zugänglich gemacht werden kann. Die voranschreitende Entwicklung digitaler Technologien sowie die unterschiedlichen Zugänge zu Ressourcen spielen unweigerlich eine zentrale Rolle in dieser Auseinandersetzung.

Das EVDH-Projekt wird geführt vom Maison de la Danse. Wichtigster Co-organiser ist ein Konsortium, geführt vom Dachverband Tanz Deutschland. Zu diesem Konsortium gehören tanzhaus nrw / iDAS NRW, das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, Tanzfonds Erbe / Diehl+Ritter gUG (haftungsbeschränkt). Das EU-Projekt bringt Partner aus Frankreich, Portugal, Spanien, Polen, Italien, Finnland, Österreich und Deutschland zusammen, wie auch die europäischen Netzwerke EDN (European Dance Network) und ENICPA (European Network of Information Centres for the Performing Arts).